Die Dritte Corona-Welle kommt

(ab. 1. Juni 2020)

 

 

Heute (15. 4. 2021) habe ich Daten vom 14. 4. 2021 für Null Uhr erhalten. Die bisher fehlenden Zahlen vom 2.1. wurden von AGES ergänzt.

Datenquelle: BMSGPK, Österreichisches COVID-19 Open Data Informationsportal (https://www.data.gv.at/covid-19)

Am 6.3.2021 habe ich das Simulationsmodell revidiert. Ich habe durch die Neuansteckungen vom 7.2. bis zum 4.3. einen exponentiellen Trend gelegt, der deutlich nach oben geht, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit als bei der zweiten Welle. Wenn keine weiteren Maßnahmen (abgesehen von Impfungen, die bereits berücksichtigt sind) höhere Ansteckungsraten verhindern, ist eine dritte Welle zu erwarten. In den letzten Tagen (Anfang April) sind die Neuansteckungen nur noch geringfügig gewachsen, heute, am 6. April, sind sie seit 4. April eher zurückgegangen (allerdings am Ostermontag und Dienstag). Der Verlauf sieht nach einer Trendumkehr zum Besseren aus. Es scheint, als ob die Ankündigung eines Lockdowns bereits kurzfristig geringere Ansteckungen mit sich bringt, ohne, dass der Lockdown selbst in Kraft getreten ist. Wahrscheinlich verbessert sich das local distancing unverzüglich.

Die Neuansteckungen bleiben gegen Ende März (29.3.) hinter dem Trend zurück, dümpeln aber nur leicht fallend auf der Stelle.

 

 

 

 

Die neuen Modellparameter ergeben am 14.4.21 folgende Bilder (Tag 363 = 30. April 2021). Die Neuansteckungen (blaue Linie) sind durch die Impfungen etwas niedriger als ohne sie (Strichpunktierte Linie), aber eine dritte Welle zeichnet sich dennoch ab. Seit dem 29. 3. gibt es eine leichte Abschwächung gegenüber dem Trend, seit dem 4. April ist ein deutlicher relativer Rückgang der Ansteckungen zu verzeichnen, aber am 9.4. wurden sie wieder höher. Dennoch empfiehlt sich die Annahme einer neuen Trendlinie für die letzte Woche und die weitere Zukunft.

 

Mit der neuen Trendlinie ergibt sich am 14.4. folgendes Bild:

 

 

Nach der Modellrevision (mit Impfungen) ist die Anpassung an die tatsächlichen Infizierten-Zahlen besser, allerdings mit einer leichten Überschätzung der tatsächlichen Zahlen.

 

Nach der Anpassung einer neuen Trendlinie ergibt sich eine präzisere Übereinstimmung zwischen Prognose und Wirklichkeit:

Mit Trendanpassung: Die Normalbettenzahlen werden am 14.4. in der Simulation mit Impfungen etwas zu pessimistisch dargestellt.

 

 

während die Intensivbettenzahlen am 14.4. mit neuem Trend wie folgt etwas zu optimistisch eingeschätzt werden. Es scheint, als ob die Trendwende tatsächlich eintritt, bzw., dass die Bettenbelegungen tatsächlich ihr Maximum erreicht haben, wie es das Simulationsmodell prognostiziert.

 

Mit altem Trend verliefen die Prognosen ungenauer:

Die Verstorbenenkurve weist am 14.4. auf eine Veränderung hin: In Zukunft scheinen die Verstorbenenzahlen nicht wie in der Prognose weiter stark nach oben zu gehen, sondern sich eher einzubremsen, möglichweise wegen der schon erfolgten Impfungen der Älteren. Um dies realistisch abzubilden, müsste im Modell nach Altersgruppen unterschieden werden  (derzeit noch nicht  der Fall). Mit neuem Trend verläuft die Kurve der Verstorbenen wesentlich flacher:

 

Alte Trendannahme:

 

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Im Folgenden findet man einige frühere Simulationsergebnisse und Erläuterungen (vor dem 6.3.2021):

Hier wird der Verlauf der jüngsten Neuansteckungen in Zahlen und einer Grafik dargestellt, die auch eine einfache Reproduktionsziffer zeigt.

Zur besseren Übersicht habe ich im folgenden Bild auch die Zahl der täglich positiv Getesteten in die Grafik eingefügt (in blau, linke Skala). Der Unterschied zur schwarzen Netto-Kurve besteht in der Zahl der täglich Genesenen bzw. Verstorbenen. In den letzten Wochen vor Mitte November expandierte die Epidemie beständig, aber seit 11. Nov. gehen sowohl die Brutto- wie auch die Netto-Ansteckungszahlen zurück. Dies entspricht m.E. den Effekten der LockDowns ab 3.11. bis 7.12 („light“) und 17.11. bis 6.12 („hart“). Hoffen wir, dass es so bleibt. Ab 8. Dezember, dem Ende des zweiten harten Lockdowns, wird eine weitere Lockerung der Maßnahmen simuliert. Die Modellparameter wurden neu justiert, um die Anpassung zu verbessern. Ab 26. 12. wurde ein dritter Lockdown näherungsweise in die Simulation eingebaut, der voraussichtlich erst im Februar enden soll. Die Ansteckungszahlen bleiben trotz Lockdown immer noch ziemlich hoch. In den letzten Wochen (seit 21.12.2010) scheinen die Werte um ein konstantes Niveau zu pendeln. Die Reproduktionsziffer deutet seit zwei Wochen eher wieder ein Wachsen an, das sich zu einer dritten Welle entwickeln könnte. Am 28.2. jedoch gab es einen ungewöhnlich niedrigen Wert, der am 1.3. durch einen höheren überschrieben wurde. Folgendes Bild ergab sich für den 5. März:

Unter der Annahme, dass die Neuansteckungen durch den LockDown im selben Ausmaß zurückgehen wie in der ersten Welle, habe ich eine Simulation erstellt, die eine Beruhigung des Infektionsgeschehens zeigt. Die blaue Linie sind die prognostizierten Zahlen, die Pünktchen stellen die tatsächlichen Zahlen dar. Die Tageszählung läuft ab dem 1. Juni und läuft bis 31. Jänner 2021 (Tag 244). Da sich das leichte Überschießen der punktierten Linie gegenüber der blauen weiterhin zeigte, habe ich eine kleine Korrektur der durchschnittlichen täglichen Schrumpfungsrate gegenüber dem LockDown der ersten Welle vorgenommen, indem ich die Schrumpfungsrate der ersten Welle um 10 Prozent reduziert habe. Am 5. 1. sind die Annahmen für die Wirkung des derzeitigen Lockdowns eindeutig zu günstig angenommen, dass ich auf einen anderen Ansteckungspfad übergehen muss, der ungünstiger als der bisher gewählte, indem ich mögliche Effekte des dritten Lockdowns weiter abschwäche.

Um den weiteren Verlauf besser abschätzen zu können, verlängerte ich die Simulation bis Ende Marz (Tag 303). Damit erhalte ich für den 4. März 2021 folgendes Bild, obwohl die Annahmen für die simulierten Neuansteckungen immer noch zu positiv sind. Ich verändere aber die Parameter der Simulation noch nicht, damit man die Abweichungen, die sich in der letzten Zeit ergeben haben, deutlicher hervortreten.

 

 

 

Bild für den 22. Dezember:

 

Bild vom 10. Dezember:

 

Bild vom 4. 12. (mit 7-prozentiger Reduktion):

Ohne Korrektur ergibt sich für den 4. Dezember das folgende Bild:

 

 

Vergleicht man die täglichen Neuansteckungen mit der Prognose, zeigt sich folgendes Bild: Die blaue Linie verkörpert die Annahmen über die Neuansteckungen mit einem Maximum am 17. November, ab dann greift der Lockdown, der nach dem Muster des ersten Lockdowns die Ansteckungszahlen verringert. Das Bild vom 9. 12. zeigt wieder eine gute Übereinstimmung mit den tatsächlichen Daten, wenn ein 5-Prozentige Reduktion der Wirksamkeit des Lockdown gegenüber der ersten Welle angenommen wird. Es wird interessant, ob der gelockerte LockDown auch weiterhin die Ansteckungszahlen verringert. Bisher ist der Effekt jedenfalls deutlich sichtbar. Der letzte dargestellte Tag (Tag 244) entspricht dem 31. Jänner 2021.

Um versuchsweise zu realistischeren Ansteckungszahlen zu kommen, reduzierte ich die Effizienz des LockDowns der zweiten Welle um einen höheren Wert von 10 Prozent (gegenüber 7 Prozent vom 10. Dez.).

Die letzten Zahlen der Simulation unterschätzen die tatsächliche Entwicklung, während am 1. und 2. Jänner eine sehr gute Übereinstimmung gesehen werden kann (allerdings Zahlen vom Wochenende). Es wird spannend, wie die tatsächlichen Ansteckungszahlen in Zukunft aussehen werden. Am 6. 1. sind die Annahmen für die Wirkung des derzeitigen Lockdowns eindeutig zu günstig angenommen, dass ich am 6.1. auf einen anderen Ansteckungspfad übergehen musste, der ungünstiger ist als der bisher gewählte, indem ich mögliche Effekte des dritten Lockdowns weiter abschwäche. Für den 4. März 2021 erhalte ich so folgendes Bild, das bis Ende März (Tag 303) erweitert wurde. Es sieht so aus, als ob die bisherigen Annahmen für den Ansteckungstrend in den letzten Tagen zu optimistisch sind. Dafür könnten neue Mutationen des Virus und/oder die geringeren Wirkungen der local distancing Maßnahmen verantwortlich sein. Eventuell wird eine Modifikation des Trends der Ansteckungen notwendig. Eine Möglichkeit besteht darin, den Effekt der vielen Testungen explizit zu berücksichtigen. Es sieht so aus, als ob die bisher gut passende Kurve der Ansteckungen schon seit einige Tagen viel zu optimistisch ist.

 

Bild vom 28. Dezember:

 

Bild vom 25. Dezember:

 

 

 

 

Das Bild vom 1.12. mit 7 Prozent Effizienzverlust.:

Um zu einer besseren Orientierung für die nächste Zeit zu kommen, habe ich zwei weitere Grafiken erstellt. Die erste gibt den Prozentsatz der Zahl der positiv Getesteten als Anteil der gesamten bis zum angegebenen Datum bereits durchgeführten Tests. Man kann sehen, dass der Anteil im April bei etwa 10 Prozent und mehr lag, und danach bis Mitte August auf etwas über 2 Prozent zurückging. Seither sehen wir bis heute (1. Jänner2021) einen Anstieg auf über neun Prozent, womit wir den Ausgangswert vom 1. Juni beinahe wieder erreicht haben. Am 12.1. 2021 wurden wesentlich mehr Tests als sonst gemeldet. Die Zahl der als positiv Gemeldeten bleibt dagegen stark zurück.

   

 

Die zweite Grafik zeigt die kumulierte Sterblichkeit je bisher getesteter Person. Ausgehend von Null zu Beginn der Pandemie erreichte sie ihr bisheriges Maximum mit beinahe vier Prozent und sinkt seither wieder deutlich ab. Mit 8. Oktober ist sie auf unter 1 Prozent gesunken (d.h. je 100 von derzeit positiv Getestete* muss man mit ca. 1 Todesfall rechnen). Die zweite Welle verläuft bisher mit deutlich niedrigeren Letalitätsraten, also beinahe auf ein Viertel reduziert. Das bedeutet bei 1000 neuen Ansteckungsfällen pro Tag im Durchschnitt täglich 10 Tote. Im Jänner 21 liegt die Todesrate im Durchschnitt bei ca. 18 Toten. Auffällig ist auch, dass die Verstorbenen vor allem ältere Männer über 55 (und mit ca. einem Drittel weniger Todesfällen auch ältere Frauen) sind.

 

 

 

Das folgendes Bild gibt die tatsächlichen täglichen Neuansteckungszahlen seit 1. Juni wieder (schwarze Linie). Aus den Daten ist auch mit bloßem Auge ein Aufwärtstrend zu erkennen, der statistisch nachgewiesen werden kann. Meine Schlussfolgerung ist: Es sind auf jeden Fall die Anstrengungen zu verstärken, weitere Ansteckungen zu minimieren, um die zweite Welle so klein wie möglich zu halten, denn die Neuansteckungen nähern sich den Spitzenwerten der täglichen Neuansteckungen der ersten Welle Anfang April. Der Trend wird fortgeschrieben und soll zeigen, ob und wann die tatsächliche Entwicklung hinter dem Aufwärtstrend zurückbleibt – wie wir alle hoffen. In den letzten Tagen liegen die Ansteckungszahlen leider wieder leicht über dem exponentiellen Trend. Am 15. 11. lagen sie fast genau auf dem Trend, danach darüber, um sich dem Trend bis 20. 11. wieder anzunähern. Seit 26. 11. liegen die Ansteckungen unter dem exponentiellen Trend. Es ist nun sicher, dass die weiteren Zahlen unterhalb des exponentiellen Trends bleiben, allerdings hält sich der Rückgang nach dem zweiten Lockdown in Grenzen. In den letzten Wochen (seit 21.12.2010) scheinen die Werte um ein konstantes Niveau zu pendeln, in den letzten zwei Wochen aber leicht zu wachsen. Die Trendlinie ab 7. Februar besitzt eine nicht ganz so hohe Steigung wie bei der zweiten Welle.  Für den 4.3. ergab sich folgendes Bild:

 

 

 

Zum Abschluss noch einige Prognosen meiner Simulation für die Zahl der Verstorbenen vom 28. Dezember, die bis Ende Jänner (Tag 244) von ca. 5.900 (28.12) auf etwas mehr als 7.000 anwachsen könnte (bei dieser und den folgenden Grafiken 10 Prozent Effizienzverlust). Am 29.12. wurde die 6.000-er Grenze erreicht, etwas früher als prognostiziert. Nach einer kleinen Erhöhung der Sterberate ergibt sich am 4. März 2021 folgendes Bild. Die Simulation ist immer noch etwas zu optimistisch, was bedeuten kann, dass die Sterbewahrscheinlichkeit der Infizierten leicht angestiegen ist, ev. durch die neuen Varianten.

 

 

Es sieht so aus, als ob sich die Verweildauer in Intensivbetten in den letzten Tagen verlängert hätte, und zwar stärker als bei den Normalbetten. Versuchsweise verlängerte ich am 6. Februar die Verweildauer in den Intensivstationen von 8,5 Tagen ab 1. Dezember 2021 auf 11 Tage und erhalte damit am 4. März ein viel zu positives Bild.

Die simulierte Normalbettenlage ist am 4. März 2021 ziemlich realistisch. Versuchsweise verlängerte ich am 6. Februar die Verweildauer in Normalbetten von 8,5 Tagen ab 1. Dezember 2021 auf 10 Tage.

 

 

 

Setzt man die Simulation vom 9. 2. 21 bis zum 31. Mai 21 (das ist der Tag 364 im Simulationsmodell) unter den Annahmen vom 9.2. fort, zeigt sich eine dritte Welle. Es ist aber zu prüfen, ob und wieweit diese Simulationsergebnisse nicht durch Kontaktbeschränkungen, Nachverfolgungen (bei geringer werdenden Ansteckungszahlen im Frühjahr), Testungen und Impfungen verbessert werden können (und müssten).

 

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Hier kommt noch das letzte Bezirksbild, das ich erzeugt habe: Vom 21. auf den 22. August gab es in Österreich insgesamt 236 Ansteckungen, 134 (!!!) davon in Wien. Die neuen Schwerpunkte der Ansteckungen (mehr als 10 innerhalb der letzten fünf Tage) verteilen sich auf Wien (722 !!!), Linz(Stadt) (60 nicht sichtbar), Linz-Land (45), Graz (Stadt) (48), Wels (Stadt) (37), Innsbruck-Stadt (33), Salzburg(Stadt) (29), Kufstein (26), Salzburg-Umgebung (24), Wels-Land (20), Baden (20), Schwaz (18), Braunau am Inn (18), Steyr(Stadt) (16), Bludenz (12), Gänserndorf (12), Sankt Pölten(Land) (12), Korneuburg (12) und Mödling (11).

Die Neuansteckungen der letzten fünf Tage je 10 000 Einwohner sind wie folgt verteilt. Die 10 höchsten Ansteckungsraten während der letzten fünf Tage haben Wels(Stadt), Steyr(Stadt), Wien(Stadt), Linz-Land, Linz(Stadt), Wels-Land, Innsbruck-Stadt, Kufstein, Schwaz und Reutte.

 

Die Darstellung der Ansteckungen auf Bezirksebene wird ab Sonntag, den 23. August nicht mehr fortgeführt. Bezirkskarten mit den gesamten Ansteckungen gibt es auf der homepage des ORF unter https://orf.at/corona/stories/daten/.

Derzeit stellt sich die Frage, wie sich in dieser Phase der Epidemie die lokalen Ansteckungsherde vermeiden lassen. Ohne spezifische Maßnahmen wird die Pandemie nicht zu stoppen sein. Meine Überlegungen gehen in die Richtung einer präventiven und proaktiven Identifizierung von Ansteckungsmöglichkeiten auf möglichst kleinräumlicher Ebene in Verbindung mit spezifischen Maßnahmen der Verhütung von Ansteckungen. Eventuell könnten die Wahlsprengel als geografische Einheit festlegt werden. Auf diesem Wahlsprengelniveau könnten Zonen und Bereiche mit hoher Personendichte (Verteilerzentren, Lagerhallen, Klöster, Asylheime, größere Feiern und Veranstaltungen, Gottesdienste, Fitnesszentren usw.) identifiziert und mit den Betroffenen Sicherheitsmaßnahmen verabredet werden. Bisherige Maßnahmen zur Rückverfolgung von Ansteckungsketten und der Test bei RückkehrerInnen aus dem Ausland oder aus besonders gefährdeten Regionen im Inland (siehe Ischgl) sollten fortgesetzt werden.

 

Hinweise:

Achtung!!! Änderung in der Erfassung der Covid-19-Infektionen ab 6. Oktober 2020: „Grund dafür ist eine Änderung bei der Erfassung der Fälle. Diese wiederum fußt auf einer Umorganisation des Dashboards, das künftig übrigens nur noch einmal täglich, jeweils um 14 Uhr, aktualisiert wird. „Bisher wurde es vom Gesundheitsministerium auf Basis der täglichen Meldungen aus den Bundesländern ans Innenministerium geführt. Nun wird es von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) übernommen, die sich allein auf das Epidemiologische Meldesystem (EMS) stützt, das von den Bezirksbehörden und den Labors bestückt wird. Die Neuerung sei lange geplant und werde zu besseren statistischen Auswertungen führen, heißt es aus dem Büro Anschober. Laut dem alten Dashboard waren am Dienstag wie gesagt 9.207 Covid-19-Infektionen aktiv. Laut der neuen Ages-Zählung waren es 11.274 – über 2.000 Fälle mehr. "Das hat mit dem Einmelden genesener Personen ins EMS zu tun. Bisher nannten die Bundesländer täglich deren Gesamtzahl. Nun werden nur jene Fälle als Genesene erfasst, die für das EMS in den Bezirken oder Labors als solche von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern einzeln abgehakt wurden. Das dauert seine Zeit", erklärte ein Sprecher Anschobers. Bis es zu einem Wiederangleichen an die Zahl aktiver Corona-Infektionen aus dem alten Dashboard komme, werde es "einige Tage dauern". Eine weitere – wenn auch deutlich geringere – Abweichung wird es im neuen Dashboard auch bei den Todesfällen geben. Hier folgt die Ages den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation und zählt fast alle mit einer Covid-19-Infektion Verstorbenen als "Corona-Tote" (außer es gibt eine eindeutige alternative Todesursache, die nicht mit der Covid-Erkrankung in Zusammenhang gebracht werden kann). Aus diesem Grund werden von der Ages elf zusätzliche Todesfälle ausgewiesen. (Der Standard unter https://www.derstandard.at/story/2000120537923/neue-zaehlweise-und-rekordhoch-die-corona-zahlen-steigen-weiter-an)

Seit 6. August 2020 gibt es vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien einen Virus-Atlas unter

https://map.geo.univie.ac.at/virus_atlas/index.php?lang=de 

Meine selbsterzeugten Bezirksbilder finden Sie hier: Covid_Bezirksbilder vom 21. Juni bis zum 21. August_2020.