Neue positiv Getestete

in 93 österreichischen Bezirken

 

Update am 26. Mai, 15:00 Uhr

Hier wird der Verlauf der jüngsten Neuansteckungen in Zahlen und einer Grafik dargestellt. Die immer wieder vorkommenden Fehler in den Daten (negative Werte dürfen bei den Angaben über zusätzliche Ansteckungen nicht vorkommen) wurden weggelassen, indem Zahlen unter der Nulllinie weggeschnitten wurden. Wien ist von der Bevölkerungszahl her eine Ausnahme. Es werden keine Angaben über einzelne Wiener Bezirke gemacht, sondern es wird nur die gesamte Zahl von ganz Wien gemeldet. Daher erhält Wien einen eigenen Maßstab. Die maximale Zahl der Neuansteckungen in der Grafik oberhalb von Wien ist 15, unterhalb von Wien 6. Für Wien selbst ist der maximale Maßstabswert 59 Fälle.

Insgesamt wurden von gestern auf heute 38 Neuansteckungen in Österreich gemeldet, genau doppelt so viel wie vor einem Tag. Wien ist hat seinen üblichen ersten Platz mit 29 Neuansteckungen wieder eingenommen. Gestern waren nur noch 6 Neuinfektionen in Wien gemeldet worde,  ein kleinerer hotspot als Baden (10)! Dabei handelte es sich wahrscheinlich um das AsylantInnenheim Traiskirchen, in dem neue Ansteckungen erfolgt sind. Die Ursache sind ziemlich sicher die schlechten Wohnbedingungen im Heim, die weitere Ansteckungsketten wahrscheinlich machen. Es zeigt, dass es dem Innenministerium offensichtlich kein Bedürfnis ist, die AsylantInnen in ohnehin vorhandene leerstehenden Gebäude auszusiedeln, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken.

 

Wieder sind einige Fehler zu verzeichnen, und zwar je ein (-1) in Amstetten, Klagenfurt Stadt, Korneuburg, Landeck, Salzburg-Umgebung und Sankt Pölten(Land). Einzelne Ansteckungsfälle ereigneten sich in 11 Prozent der 93 Bezirke. 89 Prozent zeigten keine Neuansteckung mehr. Wir haben diesmal 2 Ansteckungen (nach 10) in Baden, 1 in Braunau am Inn, 1 in Feldkirch, 1 in Graz(Stadt), 1 in Krems(Land), 5( !) in Mödling, 2 in Villach Stadt, 1 in Völkermarkt und 1 in Wiener Neustadt. Die Ansteckungen im Westen sind leider bisher noch nicht auf Null zurückgegangen, auch in Niederösterreich werden sie zwar weniger, aber von Null ist noch keine Rede.

Die Vermutung, die ich schon seit einigen Tagen hege, dass die neuen Ansteckungen aus besonderen Situationen des Zusammenlebens (dicht zusammengedrängte Menschengruppen, die nicht die Möglichkeit haben, den nötigen Abstand zu halten, um Ansteckungen zu vermeiden, besondere Arbeitszusammenhänge, wo die Menschen nicht auf Distanz gehen können, aber auch private Feiern mit Personen, die aus verschiedenen Kontexten dorthin kommen). Nun wissen wir wieder mehr, wo diese Orte liegen und wie die Menschen dort angesteckt wurden.: Die Postverteilerzentren in Hagenbrunn (NÖ) und Inzersdorf (Wien-Liesing) standen in direktem Zusammenhang mit der Asylunterkunft in Wien-Erdberg. Aber es wird vermutet, dass Erdberg nicht der Ursprung der Ansteckungskette war, sondern dass sie auf Leiharbeiter zurückgehen, die für eine Firma mit Sitz in Wien Donaustadt tätig waren, und gemeinsam mit Bussen zur Arbeit gebracht wurden. In Summe wurden 130 positiv getestet. (siehe DiePresse am Sonntag vom 17. Mai)

Der Zeitraum der Datensammlung beginnt mit 25. April und endet mit 25. Mai 2020. Felder rechts neben dem Namen des Bezirks, die leer sind, bedeuten keine zusätzlichen Ansteckungen in den letzten 27 Tagen.

 

Nun habe ich KollegInnen gefunden, die mir helfen werden, die Bezirksdaten in eine Landkarte einzutragen. Dadurch sollte die lokale Verteilung der Neuansteckungen deutlicher werden. Außerdem kann man mit einem Geografischen Informationssystems viele andere Fragestellungen veranschaulichen.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich mithilfe eine*r freundlichen Kolleg*n schon eine GIS-Karte der Bezirke von Statistik-Austria aufgetrieben. Sie ist sogar gratis. Von meinem Sohn habe ich den Hinweis erhalten, dass es viele open source software zum Bearbeiten von GIS-Karten gibt. Und so habe ich QGIS gefunden (die sehr transparente Software scheint aus Bulgarien zu kommen). Aber zusätzlich habe ich von zwei jungen KollegInnen erhalten, und nun ist der Fortschritt schon sichtbarer: Ich kann dank dieser Unterstützung schon eine Bezirkskarte mit Namen herzeigen. Die nächsten Schritte wären die Einfärbung und eventuell auch eine Animation der Veränderung der Ansteckungen über die Zeit und den Bezirk.

Mittlerweile bin ich von einem Freund aufmerksam gemacht worden, dass die webseite Addendum (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Addendum_(Medienprojekt)), die vom Red Bull Großunternehmer Dietrich Mateschitz finanziert wird, die täglichen Neuinfektionen auf Bezirksebene grafisch darstellt. Ich werde voraussichtlich meine tägliche update-Arbeit einstellen können.

 

Hier kommen die neuen Daten, bei denen man leider gute Augen braucht, um die Neuansteckungen zu finden: