Die vierte Corona-Welle

(ab. 1. Juni 2020)

 

 

Heute (29. 9. 2022) habe ich Daten bis zum 28. 9. 2022 für Null Uhr nachgetragen. Heute hat es ebenfalls eine relativ hohe Zahl von Neuansteckungen gegeben. Die angeführten Ansteckungszahlen sind möglicherweise durch weniger Tests und durch Auslandsaufenthalte verfälscht. Ich behalte daher die bisherigen Trendformen für die Hochrechnung bei, obwohl die Zuverlässigkeit von Prognosen bestimmt gelitten hat. Die vorhandene Simulation erlaubt nur noch den Vergleich der Abweichung der Daten von den bisherigen Annahmen

Datenquellen: BMSGPK, Österreichisches COVID-19 Open Data Informationsportal https://www.data.gv.at/covid-19 und https://info.gesundheitsministerium.gv.at/data/timeline-eimpfpass.csv

Um den Datenverlauf präziser darzustellen, habe ich die Daten per 5. Oktober  2021 erst ab 3. Juli 2021 in das Simulationsmodell übernommen und die Parameter entsprechend angepasst.

Mit 22. 11. 2021 ist der vierte Lockdown verfügt worden. Es ist anzunehmen, dass die Neuansteckungszahlen zurückgehen. Nach dem 20.12. bewegen sich die Ansteckungszahlen eher seitwärts.

Ich habe die Zeit ab 3. Juli in vier Perioden eingeteilt, in denen die Ansteckungszahlen exponentiell wuchsen oder schrumpften:

3. bis 18. Juli: stark exponentieller Trend (Anstieg pro Tag 10,75 Prozent)

19. bis 12. September: schwach exponentieller Trend (Anstieg pro Tag 3,57 Prozent)

13. September bis 21. November: Zunahme (3,5908105 Prozent pro Tag)

Ab 22. November exponentiell fallende Neuansteckungen (wenn der exponentiell fallende Trend verlängert wird, kommt man immer noch auf -6,1507187 Prozent pro Tag).

Seit 20. Dezember bewegen sich die Neuansteckungen eher seitlich. Sollte dieser Trend wirksam werden, muss er auch in der Simulation berücksichtigt werden. Daher habe ich die weiteren Ansteckungszahlen ab 25. Dezember mit einem exponentiellen Trend fortgeschrieben, der eine hohe Wachstumsrate aufwies. Diese Wachstumsrate ist in den letzten Wochen kontinuierlich zurückgegangen. Nun versuche ich eine Parabel als eine bessere Beschreibung des Ansteckungsprozesses, der derzeit vor sich geht (grüne Linie). Ab dem 15. Februar bin ich auf einen exponentiellen Trend umgestiegen, ab dem 18. März habe ich einen fallenden Trend angenommen, aber ab 16. Juni habe ich einen steigenden Trend angenommen, der mit 0,3 Prozent pro Tag – etwas langsamer als vorher - zunimmt. Der eher stagnierende Verlauf dürfte auch auf die niedrigen Testzahlen zurückzuführen sein.

 

Die Simulation ergibt unter diesen Annahmen folgende Entwicklung der einzelnen Indikatoren (ab Tag 0 = 3. Juli 2021 bis Tag 470 = 16. Oktober 2022). Die strichlierten/punktierten Linien enthalten die tatsächlichen Daten, soweit bekannt. Danach werden sie mit einer horizontalen Linie in der Höhe des letzten bekannten Wertes nach rechts fortgesetzt. Die blauen Kurven stellen die Simulationen dar.

Die folgenden Parameterwerte wurden verwendet:

Sterberate der aktuell Infizierten pro Tag = 0,0003

Durchschnittliche Infektionsdauer der aktuell Infizierten = 19 Tage

Hospitalisierungsrate (Normalbetten) der aktuell Infizierten = 0,003

Hospitalisierungsrate (Intensivbetten) der aktuell Infizierten = 0,0008

 

Ich habe am 13.2. die Hospitalisierungsraten an die tatsächlichen Verhältnisse angepasst und erhalte dadurch realistischere Ergebnisse. Am 20.3. habe ich die Sterberaten ab time = 200 reduziert.