Von: Georg Quaas [mailto:quaas@gmx.net]
Gesendet: Donnerstag, 21. Februar 2008 10:06
An: Peter Fleissner
Betreff: Re: Werttheorie

Attachment: Wertrechnung und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

 

Sehr geehrter Herr Fleissner,

 

unsere Webseiten stehen bei Domainbox, und der Server dieser Firma scheint seit heute morgen ausgefallen zu sein. Auf meiner Webseite ist auch eine Veröffentlichung, in der ich eine Art werttheoretische Theorie der Firma entwickele. Das wird aber nicht reichen, um Ihnen einen Überblick zu geben. Die Bücher "Arbeitsquantentheorie", "Elemente zur Kritik der Werttheorie" und "Dialektik als Theorie und Methode des 'Kapital'" sind im Lang-Verlag erschienen. Wenn Sie sie dort nicht mehr bekommen oder die Restexemplare inzwischen zu teuer sind, muß ich mal schauen, ob ich in meiner Kiste im Keller noch Exemplare habe.

 

Sie behandeln demnach den Dienstleistungssektor wie die Staatsproduktion. Dann kann ich jedenfalls ihre Aussage besser verstehen, dass dieser Bereich 2/3 bis 3/4 des BIP ausmacht. Sie setzten anscheinend auch das alte Konzept der unproduktiven Arbeit um. Da hätte ich Zweifel. Warum soll Mehrwertschöpfung nur im stofflichen Sektor stattfinden? Das scheint mir ein physiokratischer Restgedanke zu sein.

 

Vermutlich gibt es mathematische Gründe, so vorzugehen. Vielleicht könnten sie die Probleme einer Modellierung des Dienstleistungssektors mit Mehrwertschöpfung lösen, wenn Sie davon ausgehen, dass die Mehrwertrate eine Konstante über alle Wirtschaftszweige ist, die sich allerdings zeitlich verändern kann.

 

Wenn Sie erlauben, antworte ich momentan nur auf Punkte, zu denen ich ohne größeres Nachschlagen etwas sagen kann. Ich habe nämlich extra Urlaub genommen, um ein paar Sachen fertigzustellen, u.a. einen (weiteren) Beitrag zur Diskussion zum Auxiliarmotiv von Otto Neurath (erscheint demnächst in Erwägen Wissen Ethik).

 

Mit freundlichen Grüßen

Georg Quaas