Fr 26.09.2008 09:57
Hans-Gert Graebe an
Peter Fleissner
Lieber Peter,
Mi 16.04.2008 15:02, Georg Quaas an Peter Fleissner
> Habe ich das richtig verstanden, dass Sie -- wie viele andere auch --
> für Ihre Modelle stets einfache Arbeit unterstellen? Das finde ich
> schade. Wie soll man jemals die Werttheorie für die empirische Ebene
> fit bekommen, wenn man nicht einmal so genau ist, dass die Tatsache
> unterschiedlich komplizierter Arbeiten anerkannt wird? Hier würde ich
> einen weiteren Mangel der aktuellen Diskussion über die Werttheorie
> sehen. Zwar weiß jeder, dass es sich um eine ARBEITS-Werttheorie
> handelt, aber die Arbeit und ihre verschiedenen Dimensionen und
> Ausprägungen (Dienstleistungen!) werden nur halbherzig zur Kenntnis
> genommen.
Die Sache mit den "unterschiedlich komplizierten Arbeiten" ist bei mir komplett in den Arbeitswertkoeffizienten abgebildet, wobei ich allerdings davon ausgehe, dass die Kompliziertheit nicht a priori postuliert werden kann (was Quaas allerdings auch nicht behauptet), sondern sich erst a posteriori (genauer - iterativ) in der Auseinandersetzung um die Arbeitswertkoeffizienten als gesellschaftliche Übereinkunft (wie das Wertverhältnis insgesamt) herausbildet.
Meine beiden Aufsätze
[1] Arbeitswerttheorie nach Marx - ein dezentraler Ansatz. Neues vom Transformationsproblem. Manuskript, Januar 2008.
[2] Dezentrale Arbeitswerttheorie und volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Manuskript, August 2008.
in der jeweils aktuellen Version findest du (und alle weiteren
Interessierten) auf meiner Seite http://www.hg-graebe.de/EigeneTexte
Viele Grüße, Hans-Gert