Lieber Wolfgang,

 

Danke für die e-mail zu den langen Wellen. …Ich habe auch Deine homepage dazu gesehen und die Debatte mit Herrn Senftleben. … Die Vorstellungen, die in der Literatur herumgeistern, sind ja etwas anders als Deine, die Wellen, die beobachtet werden, sind kürzer (50 Jahre und weniger). Es gibt dort mindestens Kondratief-, Kitchen-, Juglar- und Kuznets-Zyklen.

Mir schwebt ein Ansatz vor, der auf zufällig auftretenden Störungen beruht, der das Wirtschaftssystem zum Schwingen bringt. Ist das Wirtschaftssystem auf gewöhnlichen linearen Differenzialgleichungen aufgebaut, sollten sich die Frequenzen nach den Eigenschwingungen des Systems ergeben, die sich relativ leicht errechnen lassen, wenn ein Modell vorliegt (ich habe das in meiner Dissertation vor 40 Jahren für Österreich anhand eines ökonometrischen Modells auf empirischer Grundlage berechnet). Wenn das Wirtschaftssystem als nichtlineares System dargestellt wird, hilft wahrscheinlich nur Simulation. Wesentlich wäre aber  heute eine spezielle marxistische Geldtheorie, die m.E. erst entwickelt werden muss. Aber ich kenne die Literatur nicht so gut und es gibt sie vielleicht schon ausgearbeitet irgendwo (siehe auch http://fass.kingston.ac.uk/downloads/PPEprogramme.doc ).

 

 

Herzliche Grüße und ein schönes und - wie ich Dich einschätze – ein arbeitsames Wochenende wünscht Dir

 

Peter